Montag, 15. Oktober 2018

Zu Gast beim armenischen Militär

Und wieder einmal eine interessante Begegnung mit anschließendem
``BEFEHL`` zur Mahlzeitaufnahme.
Wir dachten prima, jetzt haben wir einen abgelegenen Campingspot am 1.900 m über NN gelegenen Sevan-See gefunden und können ungestört unser Lager aufschlagen. Doch kaum das wir unsere Sachen sternförmig verteilt haben, rückt eine Hand voll armenischer Soldaten an, die es sich ein paar Meter neben uns gemütlich machen und uns neugierig beobachten. Wir hatten gerade genug Zeit unser Zeug halbwegs zu sortieren und mussten dann der wiederholten Einladung zum Abendessen inklusive Wodka- und Weinverkostung Folge leisten.

perfekte Logistik bei der Verpflegung

Für´s Protokoll: Mit den Einladungen ist das immer so eine Sache.
Natürlich ist es schön und sehr interessant die teilweise umwerfende Gastfreundschaft erleben zu dürfen. Man hat allerdings durch den mit unter sehr zehrenden Radreisealltag so seine Bedürfnisse und Abläufe, die durch eben genannte Gastfreundschaft total ignoriert und unterbunden werden. Das hört sich vielleicht merkwürdig an und lässt sich auch schwierig beschreiben, aber an dieser Begegnung / Einladung möchten wir das mal genauer aufschlüsseln.
Man kommt also am späten Nachmittag mit frisch gekauften Lebensmitteln, vollen Wasservorräten  und schweißrandverzierten Klamotten am ausgewählten Campingspot an und beginnt aufzubauen / sich einzurichten. Wenn man das Timing auf seiner Seite hat schlägt die Gastfreundschaft erst jetzt zu und man hat wenigstens schon mal ein aufgebautes Lager in das man, nachdem man ein guter Gast war, fallen kann.
Die notwendigen Dinge wie Körperpflege, Wäsche waschen, Beine dehnen, Tagebuch schreiben, Routen planen, Reiseinformationen recherchieren, Räder und Ausrüstung auf Stand halten oder einfach mal nichts tun und die tolle Landschaft genießen müssen somit vertagt werden und stauen sich auf.
Nicht zu vergessen die eingekauften Lebensmittel die für´s Abendbrot eingeplant waren und am nächsten Tag zusätzlich mit über die Berge gekurbelt werden.
Ja, es ist jammern auf hohem Niveau aber hin und wieder doch sehr anstrengend.

Sevan- See auf 1.900 Meter über NN

3 Kommentare:

  1. Ach schön, war wieder herrlich von euch zu lesen und ich musste trotzdem auch lachen... Diese Gastfreundschaft aber auch ;-)
    Aber ohne Witz.. euer Denken ist nachvollziehbar. Ist, wie wenn plötzlich Besuch kommt, obwohl man grad was ganz anderes geplant hatte..
    Liebe Grüße von Hendrik und Simone

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  2. In der Tat, liebe Heike, lieber Kai, das mit der ermüdenden Gastfreundschaft ist sehr nachvollziehbar, insbesondere wenn man schon so lange unterwegs ist wie ihr. Ich bin seit 10 Tagen zurück in Bern und lebe mich langsam wieder ein. Herzliche Grüsse. Martin

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  3. Hallo Heike und Kay
    Bitte meldet euch mal is sehr sehr wichtig .
    Omchen ......Wichtig

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